Rezensionen

Rezension: Jenseits des Abgrunds* von Francesc Miralles & Ángeles Doñate

Bewertung: 4 von 5.
Jenseits des Abgrunds - Francesc Miralles & Ángeles Doñate

Toni hat nur eine Mission – die Asche seines verstorbenen Bruders in den Bergen zu verstreuen. Unerwarteterweise trifft er an den Felsklippen einen alten Mann namens Kosei-San. Dieser lädt Toni auf eine Tasse Tee in seine Hütte ein. Die beiden kommen ins Gespräch und schnell wird klar, dass Toni einem ganz besonderen Menschen gegenübersitzt. Denn Kosei-San hat vielen Menschen, die nicht nur metaphorisch am Abgrund standen, das Leben gerettet. Der alte Mann erzählt Toni einige Geschichten von Menschen, die er an der Felsklippe entdeckt hat. Diese Begegnung soll Tonis Leben für immer verändern.

Character (7/10)

„Jenseits des Abgrunds“ ist eine Mischung aus Selbsthilfebuch und Roman, wodurch meiner Meinung nach die Charaktere gar nicht so stark im Vordergrund stehen. Zwar lernt man Toni und Kosei-San kennen, was dem Buch nochmal eine persönlichere Note gibt, doch Kern des Buchs sind die unterschiedlichen Geschichten, die Kosei-San an Toni weiterträgt. Dennoch lässt sich sagen, dass die beiden Männer auf jeden Fall angenehm zu verfolgen waren.

Atmosphere (6/10)

Das Buch war jetzt nicht unbedingt atmosphärisch, was ich aber auch nicht als negativ sehen würde. Es ist eine Geschichte, in der es eher um die Handlung geht, als dass es in eine hübsche Atmosphäre gepackt werden muss.

Writing Style (7/10)

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und außerdem war die Handlung von vielen Aussagen durchzogen, die den Lesenden nachdenklich zurücklassen. Ich habe mir viele Zitate in dem Buch markiert.

Plot (9/10)

Für mich war, wie bereits erwähnt, in diesem Buch die Handlung das wichtigste. Bei normalen Romanen sind mir auch die Charaktere, Atmosphäre etc. sehr wichtig, hier ist es aber definitiv der Inhalt, der meiner Meinung nach überzeugen muss und überzeugt hat. Ich fand das Buch wirklich schön, traurig und zum Nachdenken anregend.

Intrigue (7/10)

Das Buch war stellenweise sehr fesselnd, manchmal allerdings auch ein wenig langatmig. Alles in allen hat es sich mit gerade mal 240 Seiten aber schnell und gut weglesen lassen.

Logic (8/10)

Die Logik war in dem Buch auf jeden Fall gegeben.

Enjoyment (7/10)

Ich hatte mit der Geschichte einige schöne Stunden. Wie bereits erwähnt hat es mich nicht auf jeder Seite vollkommen fesseln können, aber die Handlung hat mich definitiv berührt. Besonders, wenn ich bedenke, dass es auf einer wahren Begebenheit beruht.

Fazit (7,3/10)

„Jenseits des Abgrunds“ ist für jede:n etwas, der oder die, sich mit seinem oder ihren Leben auseinandersetzen möchte. Für mich gehört es auf jeden Fall in dieselbe Kategorie wie „Das Café am Rande der Welt“. Der Lesende bekommt Denkanstöße, um sein oder ihr Leben nochmal zu durchdenken. Ist man glücklich oder eher nicht? Tut man genug Gutes oder sollte man sich mehr bemühen? Ich bin der Meinung man muss am richtigen Punkt in seinem Leben sein, um so ein Buch richtig erfassen zu können. Wenn man gerade ein wenig unzufrieden mit seinem Leben ist oder viel im Umbruch ist, dann kann ein solches Buch einem wunderbar eine neue Perspektive eröffnen.


Produktdetails:
  • Seitenanzahl: 240
  • Erscheinungsdatum: 22.03.2021
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3-424-35114-9
  • Verlag: Diederichs
  • Autor:in: Francesc Miralles & Ángeles Doñate
  • Originaltitel: Un té en el fin del mundo
  • Übersetzer:in: Maria Hoffmann-Dartevelle

* Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


Meine Rezension findet ihr des Weiteren auf:

Das Buch ist erhältlich bei:

* bei kadegu (Kaufhaus des Guten), werden 10 Cent pro Bestellung an ein Kinderhilfsprojekt gespendet.

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